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Mailserver

Ein E-Mail-Server auch Mailserver genannt ist eine Software auf einem Computer, die SMTP zu dem Transport (Mail Transfer Agent), POP3 und/oder IMAP zu dem Abruf von E-Mails implementiert. Daneben wird der Begriff auch für den Server benutzt, auf dem diese Software läuft.

In den meisten Mailservern arbeiten mehrere Dienste zusammen:

  • MTA (Mail Transfer Agent)
    Dieser Dienst übernimmt den kompletten Transport zum Beispiel vom E-Mail-Programm zu MTA oder von MTA zu MTA. Dabei wird meist SMTP und MAPI verwendet, in seltenen Fällen UUCP oder X.400.
  • Mailfilter
    Auf einigen Mailservern werden Blacklists, Spamfilter, Anti-Virus-Programme und andere Filter eingesetzt.
  • MDA (Mail Delivery Agent)
    Dieser Dienst speichert die E-Mails in die verschiedenen E-Mail-Postfächer. In einigen Fällen wird für eine bessere Kommunikation zwischen dem MTA und dem MDA das Local Mail Transfer Protocol (LMTP) verwendet.
  • MRA (Mail Retrieval Agent)
    Dieser Dienst ermöglicht es, die gespeicherten E-Mails vom Mailserver herunterzuladen. Meist werden die Protokolle POP3 oder IMAP unterstützt.

Postfächer

Um E-Mails empfangen zu können, benötigen Sie ein oder mehrere Postfächer. In diesen Postfächern werden Ihre E-Mails zwischengelagert, bis diese von Ihnen abgeholt werden.


E-Mail-Alias

Ein Postfach kann mehrere E-Mail Adressen enthalten, sogenannte Mail-Aliases.
Sie können zum Beispiel alle Ihre E-Mail-Adressen auf ein Postfach zeigen lassen, alle E-Mails dann abholen und firmenintern wieder automatisch verteilen lassen.


POP3

POP3 (Post Office Protocol Version 3) ist ein Übertragungsprotokoll, über welches ein Client E-Mails von einem E-Mail-Server abholen kann. POP3 ist in der Funktionalität sehr beschränkt und erlaubt nur das Auflisten, Abholen und Löschen von E-Mails am E-Mail-Server. Für weitere Funktionalitäten wie hierarchische Mailboxen direkt am Mailserver, Zugriff auf mehrere Mailboxen während einer Sitzung, Vorselektion der E-Mails, usw. müssen Protokolle wie IMAP verwendet werden.


IMAP

Die Abkürzung IMAP steht für Internet Message Access Protocol. Das Protokoll IMAP erlaubt den Zugriff auf und die Verwaltung von empfangenen E-Mails. Im Gegensatz zum weiter verbreiteten Protokoll POP3 verbleiben die Mails in der Regel auf dem Mailserver und werden nur bei Bedarf auf den Client-Rechner übertragen.

Die Vorteile von IMAP sind die zentrale Speicherung und Archivierung der E-Mails, gemeinsam genutzte Mailboxen sind für mehrere Benutzer möglich.
Suchen und Sortieren kann serverseitig durchgeführt werden, sodass auch Clients mit geringer CPU-Leistung effizient große Mailboxen nutzen können


SMTP

Simple Mail Transfer Protocol ist ein Protokoll der vierten Schicht (application layer) des TCP/IP-Modells.
Es dient zum Versand der E-Mail an den SMTP-Server eines ISP (Internet Service Provider) und von da aus durch das Internet bis zum Postkorb des Empfängers. Dabei können weitere SMTP-Server als Zwischenstationen benutzt werden.
Als Nachteil dieses Protokolls wird gesehen, dass keine Authentifizierungs-Mechanismus beinhaltet ist.. Erst eine Erweiterung, SMTP-Auth-Mailrelaying genannt, enthält solche Mechanismen.


SMTP-Auth-Mailrelaying

SMTP AUTH ist eine Erweiterung von SMTP. Die Erweiterung bezieht sich auf die Fähigkeit eines Mailservers/ Mailclients, eine Authentifikation beim Mailtransport vorzunehmen.

SMTP Auth erzwingt das Anmeldem bei einem Email-Server und erhöht dadurch die Sicherheit und erschwert Spammer ihr Treiben.